Banner

PostHeaderIcon Pressemitteilung des SkF Gesamtverein e. V.: Hebammenhilfe sichern - SkF unterstützt Hebammenprotest

Pressemitteilung des SkF Gesamtverein e. V.



Nr. 4, 18.05.10


Hebammenhilfe sichern
SkF unterstützt Hebammenprotest


Dortmund. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) unterstützt die Petition des Deutschen Hebammenverbandes zur finanziellen Sicherung der Hebammenhilfe, damit Schwangere auch weiterhin die Geburtsbegleitung durch eine Hebamme und den Geburtsort ihres Kindes frei wählen können.

Der Sozialdienst katholischer Frauen sieht die Versorgung schwangerer Frauen durch Hebammen aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Zukunft ernsthaft gefährdet. Die enorm gestiegene gesetzlich vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung, die sich ab dem 1. Juli 2010 erneut drastisch erhöht, entzieht vor allem freiberuflichen Hebammen, die als Beleghebammen in Krankenhäusern, Geburtshäusern und in der Hausgeburtsbetreuung arbeiten, die finanzielle Grundlage. Es ist absehbar, dass freiberufliche Hebammen sich zur Aufgabe ihrer Tätigkeit gezwungen sehen, weil sie von der Geburtshilfe nicht mehr leben können. Dies käme einem indirekten Berufsverbot gleich. Damit droht eine Versorgungslücke in der individuellen Geburtsbegleitung.

Maria Elisabeth Thoma, Bundesvorsitzende des SkF, stellt fest: "Schwangere Frauen brauchen Hebammen. Der Sozialdienst katholischer Frauen arbeitet in vielen seiner Schwangerschaftsberatungsstellen mit Hebammen zusammen und hält deren Unterstützung für Frauen vor, bei und nach der Geburt des Kindes für unverzichtbar". Die individuelle Begleitung der Schwangerschaft und Geburt durch eine Hebamme stärkt die schwangere Frau in der Geburt und unterstützt den Aufbau einer gelungenen Mutter-Kind-Beziehung von Anfang an. Vor allem im ländlichen Raum ist die wohnortnahe Versorgung durch Hebammen aufgrund der fehlenden Infrastruktur notwendiger denn je.


Der SkF unterstützt mit ca. 10.000 Mitgliedern und 9.000 Ehrenamtlichen sowie rund 6.500 beruflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in bundesweit 149 Ortsvereinen Frauen, Kinder, Jugendliche und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung oder Hilfe angewiesen sind. Sein Angebot umfasst u. a. 120 Schwangerschaftsberatungsstellen, 37 Frauenhäuser, 36 Kindertageseinrichtungen, Betreuungsangebote für unter Dreijährige und Kindertagespflege. Der SkF ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.



Claudia Steinborn
Stabstelle Sozialmarketing und Öffentlichkeitsarbeit
Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e.V.
Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund
Tel. 0231 557026-25, Fax 0231 557026-42
Mobil: 0175 1877331, mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
">http://www.skf-zentrale.de

Aktualisiert (Freitag, den 09. Juli 2010 um 07:25 Uhr)